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Bildung für Bergarbeiterkinder

Der Schacht ist eng und dunkel – und extrem heiß. Alfredo gräbt mit seinen bloßen Händen nach Resten von Blei, täglich viele Stunden lang, für einen Hungerlohn von drei bis maximal fünf Euro pro Tag. Damit hilft er seinen Eltern, zumindest das Nötigste an Essen für seine Familie kaufen zu können.

In Bolivien ist Kinderarbeit weit verbreitet. Es ist die Armut, die Kinder und Jugendliche in schwere, oft ausbeuterische Arbeit zwingt. Das Einkommen der Kinder wird schlicht für das tägliche Überleben der Familien benötigt. So auch in den Bergwerken und Minen in Potosí, im Hochland Boliviens. Die Kindernothilfe ermöglicht diesen Kindern mit einem Projekt vor Ort Schulbildung und damit einen Ausweg aus der Ausbeutung. Du kannst jetzt mithelfen, Kindern in Potosí eine bessere Zukunft zu schenken. Lies hier mehr darüber.



Bildung für Bergarbeiterkinder

Von Julia Drazdil-Eder am 01.02.2018


(c) Kindernothilfe

Minen sind kein Platz für Kinder

Die Arbeitsbedingungen in den Minen von Potosí sind extrem gesundheitsschädlich – Hitze von 30 bis 40 Grad, Feuchtigkeit, schädliche Stäube und giftige Arsendämpfe, Verletzungsgefahr durch Sprengungen und Bergrutsche. Schon 30-jährige Bergarbeiter sind oft so krank und arbeitsunfähig, dass sie wiederum auf die Unterstützung ihrer Kinder angewiesen sind. Ein Teufelskreis. Denn für arbeitende Kinder ist der Schulbesuch kaum möglich, ohne Ausbildung aber bleibt wieder nur der Weg in ausbeuterische, schlecht bezahlte Tätigkeiten.

Bildung als Ausweg aus dem Teufelskreis

Bildung ist der wesentliche Schlüssel zur Armutsbekämpfung. Die arbeitenden Kinder und Jugendlichen besuchen zum Teil vor oder nach ihrem harten Arbeitstag die Schule – mit oft mäßigem Erfolg, die Zahl der Schulabbrecher ist groß. Die Kindernothilfe bietet daher 300 arbeitenden Kindern und Jugendlichen eine Anlaufstelle direkt an den Minen. Sie erhalten in einem eigenen Förderzentrum Nachhilfeunterricht, holen versäumten Schulstoff nach, können Sport treiben und werden auch musikalisch und künstlerisch gefördert. Über die Schulen erreicht das Projekt weitere 500 Kinder, die aufgrund ihrer arbeitenden Tätigkeiten Förderbedarf haben und sonst die Schule nicht abschließen könnten.

(c) Kindernothilfe

Neben der eigentlichen Schulbildung werden den Jugendlichen und auch den Eltern an den Wochenenden technische Ausbildungen wie etwa Kurse in Handyreparatur, Automechanik oder Nähkurse ermöglicht – als konkrete Möglichkeit, außerhalb der Minen ein Einkommen zu erwirtschaften. Und so ein Leben abseits der Ausbeutung und gesundheitsgefährdenden Tätigkeit in den Minen aufzubauen.

So kannst Du Kindern in Bolivien helfen

Mit goood mobile kannst Du den betroffenen Kindern und Jugendlichen in Bolivien auf ihrem Weg in eine bessere Zukunft helfen. Die Kindernothilfe ermöglicht ihnen eine Schulbildung und damit einen Ausweg aus der Ausbeutung – hilf auch Du mit!

Ein brasilianisches Sprichwort lautet: "Träumt einer allein, ist es nur ein Traum. Träumen viele gemeinsam, ist es der Anfang von etwas Neuem."

Schon kleine Beträge können im Projekt der Kindernothilfe in Potosí viel bewegen:

  • 15 Euro finanzieren die Grundversorgung mit Medikamenten für 20 Kinder für ein Jahr.
  • 25 Euro bezahlen einen Lese- und Schreibkurs für acht Kinder.

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